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3. November 2012

Galapagos

Nachdem Stefan gestern vom Dschungel berichtet hat, gibt es heute bereits einen neuen Genuss - vor allem fürs Auge: die Galapagos Inseln. Das wir auf die Inseln "müssen", wussten wir schon lange und haben den Flug in unser Round-the-world-Flugticket integriert. Was uns fehlte war lediglich ein super Angebot für eine Boots-Tour. Das aktuell eher Nebensaison ist (keine Ahnung wieso...) kam uns entgegen und schlussendlich fanden wir das für uns perfekte Last Minute Angebot auf dem First Class Boot "Treasure of Galapagos". Okay, kurzzeitig hatten wir Bedenken: wir Backpacker auf einem First Class Boot?? Muss Stefan sich nun eine Kravatte kaufen? Und muss ich mir ein Abendkleid zulegen? Werden wir da den Alterdurchschnitt nicht etwas runterziehen? Nunja, das Angebot war zu gut..... Deal! :-)

Da wir bereits einen Tag vor Tourstart auf Galapagos - genau genommen auf der Insel Santa Cruz - eintrafen, konnten wir den Ort Puerto Ayora schon besichtigen und übernachteten auch da - wir hatten sogar Zimmer in zwei verschiedenen Hostals......aber das ist eine andere Geschichte ;-) Am nächsten Morgen warteten wir gespannt auf unsere 14 Mitreisenden... und siehe da: Junge und Junggebliebene bunt durchmischt - und sogar ein bekanntes Gesicht aus unsere Sprachschule :-) Perfekt - also ab auf den Katamaran. Endlich mal wieder ein eigenes Bad - aus der Backpacker Optik auf jeden Fall First Class. Am Nachmittag war der erste Ausflug zur Darwin Station angesagt: Ein Aufzuchtprogramm für Schildkröten und Landleguane. Die nächsten Tage besuchten wir die Inseln North Seymour, Bartolomé, Santa Fe, Española und San Cristobal. Jede Insel hat ihre endemischen Tierarten. Von Blaufuss-Tölpeln über Albatrosse bis zu schwimmenden Meeresechsen: UNGLAUBLICH!!! Neben den Landausflügen hatten wir jeden Tag die Möglichkeit zu Schnorcheln. Mit Seelöwen, Stachelrochen, Schildkröten, Haien, schillernden Fischschwärmen und Adlerrochen Auge in Auge war für uns Schnorchel-Anfänger schon fast eine Überdosis!! Die Tierwelt auf Galapagos erleben zu dürfen, war für uns ein einzigartiges unbeschreibliches Abenteuer. Und das Ganze auf einem Katamaran wie der Treasure of Galapagos mit einer grossartigen Gruppe machte diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sieht selbst - Bilder sagen mehr als Worte!

Puerto Ayora by night
Treasure of Galapagos
Unsere Kabine
Darwinfink
Fregattvogel auf Brautschau
der Insel-Prolo
Jööööööööö
Landleguan
Postkartenansicht
Meeresechse an Land...
...und im Wasser!
Santa Fe Landleguan
Da wird mit Farbe nicht gespart...
Albatros Versammlung
Baby-Albatros
Lava-Echsen-Dame
Blaufuss Tölpel


Meeres-Schildkröte
Land-Schildkröte
Darwin-Statue auf San Cristobal
Stau zäme :-)


2. November 2012

Welcome to the Jungle

Nach fast drei Wochen Stadtleben in Quito waren wir bereit für unseren ersten richtigen Aufenthalt im Grünen. Und es gibt nichts "grüneres" als den Regenwald im Amazonas-Gebiet. :-) Also packten wir unseren "kleinen" Rucksack mit allerlei hitze- und nässeresistenten Kleidern, Anti-Brumm-Spray und Snacks für die Busfahrt, und los ging's in's Abenteuer. Nach 5 Stunden Fahrt durch immer wieder wechselnde Landschaften erreichten wir die Stadt Tena, den Hauptort der Region. Die Beschreibung "dort wo Indiana Jones sich für seine Abenteuer ausrüstet" trifft's sehr gut. Ausser jeder Menge Einkaufs- und Verpflegungsmöglichkeiten gibt's hier nämlich nicht sehr viel. Und auch vom Urwald merkt man, abgesehen vom feuchtheissen Klima, erstmal gar nichts. So verbrachten wir halt den Rest des Tages mit faulenzen vor dem Ventilator des Hotelzimmers. :-)

Viel besser sah es dann aber am nächsten Morgen eine gute Bus-Stunde weiter östlich aus... die Strasse hört bei "Punta Ahuano" einfach auf, und kapituliert vor den Wassermassen des Flusses "Rio Napo". Dort, scheinbar am Ende der zivilisierten Welt, wartete Francisco mit seinem motorisierten Kanu auf uns. Francisco ist der Eigentümer der Anaconda Lodge, welche er in den letzten Jahren neu aufgebaut und erst vor ein paar Monaten eröffnet hat. Wir Schweizer "Bergmenschen" staunen ja sowieso schon ab jeder farbigen Pflanze, aber was wir dort erlebten war schlichtweg unvergesslich. Interessante Führungen durch den Dschungel, Besuch bei einer traditionell lebenden Kichwa-Familie oder Flussfahrten im selbstgebauten Floss gehörten zum Tagesprogramm. Und nachts gabs ein "Gratiskonzert" aller möglichen Tierstimmen auf die Ohren. Zugegeben, geschlafen haben wir nicht besonders viel... hauptsächlich wegen zwei Bambusratten, welche vor unserer Hütte "diskutierten". Wer unseren Hamster kennt, kann sich nicht vorstellen, dass Nagetiere so laut sein können. :-)

Anfangs kam es uns noch etwas komisch vor, dass wir die einzigen Gäste der Lodge waren. Aber genau dies machte unseren Aufenthalt erst recht einzigartig. Die von Francisco's Frau Silvia aus lokalen Zutaten zubereiteten Mahlzeiten schmeckten einfach himmlisch. Auch durch die interessanten Gespräche mit Francisco fühlten wir uns bald sehr gut aufgehoben, und lernten nebenbei noch jede Menge Interessantes über den Regenwald und dessen leider ungewisse Zukunft.

Wir verliessen den Regenwald mit unzähligen neuen Eindrücken und fast ebenso vielen Sandfliegen-Stichen... so haben die Tiere wenigstens auch von uns profitiert. :-)

Ab in den Dschungel

Punta de Ahuano - oder "Fertig Strasse, von hier an Fluss"

Hauptverkehrsmittel der Region - Motor-Kanu



Unser "zuhause"



Blick vom Badezimmer...

Hobby-Tarzan im Anflug

Kleiner Bastelkurs

Man sieht die Schweizer Armee-Ausbildung, sogar beim Blasrohr-Schiessen :-)





Das freundliche Team der Anaconda Lodge, mit Enrique, Francisco und Silvia

19. Oktober 2012

Neues vom Äquator

¡Buenos dias! 


Man sieht, die Sprachschule hat sich gelohnt. Und dass wir nicht verhungert sind beweist, dass wir sogar fähig sind, Essen auf Spanisch zu bestellen. :-) Zugegeben, es war schon ein vergleichsweise hartes Stück Arbeit, jeden Morgen als erste im Hostel aufzustehen, die 2-Wärmestufen-Dusche (eiskalt oder siedend heiss) zu "geniessen", und uns auf den Schulweg zu machen. Wer mich zudem aus vergangenen Schulzeiten kennt, weiss auch, dass Hausaufgaben noch nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten. :-) Durch gegenseitige Motivation kamen wir jedoch rasch voran, und einige spannende Gespräche mit den Quiteños zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind... auch wenn wir nach den intensiven Lektionen jeweils vor lauter neuer Worte kaum mehr einen kompletten Satz über die Lippen brachten. :-)

Auch in unserem Hostel fühlen wir uns richtig wohl. So werden wir für die nächsten Wochen hier unser "Basislager" einrichten, und nach unseren Urwald- und Inselausflügen jeweils wieder "nach Hause" zurückkehren. Hier werden dann die Haushündin "Shakira" und unsere grossen Rucksäcke auf uns warten. :-)

Natürlich fanden wir neben der Schule auch noch Zeit, um uns Quito und Umgebung näher anzusehen. Und was liegt da näher als der Äquator. Ein einstündiges Busfahrt-Abenteuer für unschlagbare 40 Cents, und schon steht man am "Mitad del Mundo", der Mitte der Welt. Jedenfalls fast: Denn die gelbe Linie beim Monument liegt ca. 200 Meter südlich des Äquators... man hat sich ein bisschen vermessen. :-) Auch nicht so schlimm... denn als Ergänzung zum eher langweiligen Monument und den unzähligen Souvenirshops, gibt es am richtigen, mit GPS vermessenen Äquator, ein privat geführtes Freiluft-Museum mit allerlei interessanten Infos und witzigen Experimenten. 

Letztes Wochenende fuhren wir dann das erste Mal so richtig aus der Stadt raus. In einem von unserer Sprachschule organisierten Kleinbus fuhren wir durch schöne Andenlandschaften und interessante Dörfer bis auf fast 4000 Meter ü. Meereshöhe. Dort standen wir dann am Kraterrand des Vulkans Quilotoa und staunten erstmal ab der atemberaubenden Aussicht. Atemberaubend war dann auch die anschliessende Wanderung... 500 Höhenmeter runter zum Kratersee war ja kein Problem, nur doof dass man die auch wieder rauf muss. :-) 

Morgen geht's aber erstmal in tiefere und wärmere Gefilde: Der Amazonas-Regenwald mit all seinen Bewohnern wartet auf uns. Feldstecher, Sonnenschutz und Anti-Brumm sind eingepackt, es also kann losgehen....



Mitad del Mundo. Oder: Fast der Äquator

Für einmal nicht in derselben Hemisphäre

Auch mal spannend zu sehen, wie das Wasser am Äquator abfliesst

Quilotoa

Man sieht uns die Höhe auch gaaar nicht an :-)

Zur Abwechslung mal zwei Einheimische

Unser "zuhause"



9. Oktober 2012

Bienvenido a Ecuador!

Vier Tage in Quito sind bereits vorbei - Nordamerika scheint Ewigkeiten her zu sein. Nach den ersten zaghaften Schritten durch Quito, fühlen wir uns inzwischen in "unserem Barrio" schon beinahe heimisch. Durch die Strassen zu schlendern, vorbei an Strassenverkäufer/innen, ab und zu den Duft von frischen Früchten oder anderem "Gekoche" in der Nase, kleine Restaurants mit viel "Arroz y pollo" - einfach und sympatisch. Am Sonntag war die historische Altstadt autofrei - das haben wir natürlich ausgenutzt um das UNESCO Weltkulturerbe zu bestaunen. Am Montag haben wir uns Richtung Mariscal - auch unschön Gringo Land genannt - aufgemacht. Die Neustadt von Quito und Zentrum des Tourismus - ebenso sind fast sämtliche Sprachschulen in dieser Region beheimatet. Diese waren unser Ziel. Und warum lange rumfackeln: Heute hat unser Wecker seit langem wieder einmal um 6.30 Uhr geklingelt (wie kann man nur so früh aufstehen???!!!) Aber es war Zeit für den Spanisch-Unterricht: Stefan und ich drücken gemeinsam die Schulbank - und das in einer Klasse nur mit uns zwei ;-)) Nach den ersten vier Unterrichtsstunden waren wir ziemlich stolz auf uns - das Selbst-Studium in den letzten Monaten hat sich echt gelohnt!!! Die nächsten zwei Wochen widmen wir uns nun voll und ganz dieser wunderschönen Sprache. Und dann? Och ja, es gibt da schon einen Plan....wie könnte es auch anders sein, aber dazu mehr beim nächsten Mal :-) Hasta pronto!

PS. Haarschnitt von Stefan made by Nicole - who's next?

Unser neues Zuhause - etwas kleiner aber nicht minder gemütlich!!

Dachterrasse unseres Hostels
Plaza Grande




Aussicht von der Dachterrasse